Nein, es geht nicht um Guerilla Marketing. Es handelt sich wirklich um Gorilla Marketing. Aber wer Gorilla Marketing ernst nimmt, hat auch beim Guerilla Marketing einen komfortablen Vorsprung.

Wenn wir mal ehrlich sind, ist unser Leben doch ganz einfach. Alles was wir machen, machen wir, um glücklich zu sein, gesund zu bleiben, Freunde anzulocken, zu binden und Feinde abzuwehren. Fortpflanzen möchten wir uns noch. Das macht es manchmal etwas komplizierter. Um das alles erreichen zu können, brauchen wir ein paar Haltungen, Gesten, etwas Mimik und eine kleine Auswahl an Tönen. Diesen Kommunikationsbaukasten haben wir von der Natur mitbekommen und er unterscheidet sich nur geringfügig von dem der Gorillas zum Beispiel. Man könnte jetzt auch jeden anderen Menschenaffen nehmen. Gorillas bieten sich deshalb an, weil sie in ihrem Ausdruck noch reduzierter wirken, als zum Beispiel Schimpansen und somit die Kunst der minimalen Kommunikation noch mehr zu beherrschen scheinen.

Gorillas haben die größten Probleme mit Gorilla Marketing

Eine reduzierte Kommunikation entfaltet ihre ganze Wirkung am besten in einfach strukturierten Gruppen. Auch dabei sind die Gorillas vorbildlich. Bei uns Menschen wirken Gruppen mitunter komplexer, basieren aber auch auf diesem archaischen Muster, mit dem auch die Gorillas sich organisieren. Das muss uns nicht peinlich sein, dass wir es nicht viel weiter gebracht haben, als die Gorillas. Eher im Gegenteil. Wir sollten uns wieder auf diese einfachen Strukturen besinnen. Im Leben würde das vieles vereinfachen. Aber hier geht es nicht ums Leben. Hier geht es um Marketing und Kommunikation und auch da würde manches effektiver werden, wendete man sich von menschlicher, akademischer Überstrukturierung ab und sich dem Schlichten zu. Ein Berater, der sich noch am ehesten wie ein Gorilla kapriziert, fühlt sich und seine Kunden völlig unterfordert, käme er mit Gorilla Marketing, um wesentliche Probleme zu lösen. Dabei wäre es so ehrlich und so wirksam.

Gorillas sind biology first

Natürlich kann Marketing und Kommunikation nicht immer auf dem Brusttrommel-Niveau der Gorillas enden. Aber sehr oft eben doch. Und dann ist es eine ungeheure Verschwendung von Ressourcen und Effektivität, wenn man es in diesen Fällen nicht konsequent macht. Den Affen in uns zu kennen, zu würdigen und ernst zu nehmen, heißt, sicher zu wirken. Wer mit den einfachsten Strukturen konzipiert und kommuniziert, handelt nach dem Prinzip „biology first„. Immer zuerst die Biologie, also das archaische Hirn ansprechen, und nur wenn unbedingt notwendig, komplexer werden. Wer sich erfolgreich von dem Gedanken trennt, dies zu naiv zu finden, wird zuerst die naive Freude aussergewöhnlichen Erfolges genießen können.

Gorillas wirken eher als tausend Worte

Um Gorilla Marketing bildlich intensiv erinnern zu können, haben Kremer und Konsorten, namentlich hier Jörg Kremer, ein Fotoprojekt gestartet. Es zeigt den Gorilla in unserer Alltagswelt, als natürlichen Teil unseres Lebensraumes. Auf dem Tisch, auf einem Buch, in Blumentöpfen und auf der Wiese hinter dem Haus, auf dem Sofa, in Kissen und Tüchern. Es sind kleine Plastikfiguren von Schleich, die sich einzeln oder in Gruppen in unserem Leben tummeln und Sinnbild sind, für die Allgegenwart des Archaischen im Menschen und damit auch in Marketing und Kommunikation. Die Bilder sollen immer wieder daran erinnern, einfach zu denken. Denn darin liegt die Kraft. Besonders in dieser überstrukturierten Welt. Deren Struktur bedienen zu wollen, bedeutet, viel Kraft und Erfolg zu verschenken, weil der Mensch diesen Strukturen zwar nachzueilen versucht, sich im Einfachen aber sicherer und wohler fühlt – dies deshalb bevorzugt.

Gorillas nicht im Nebel stehen lassen

In den nächsten Wochen und Monaten werden Ihnen die ersten 100 Bilder hier und an vielen anderen Stellen immer wieder auffallen. Sie werden sich dann spontan daran erinnern, wo Ihr Erfolg liegt, wenn Sie ihn gerade suchen sollten oder vergrößern möchten.

–> Und hier finden Sie die ersten 100 Gorillas!

Jörg Kremer ist Werber, Neuromarketer und Entwickler des Neuromarketingskonzepts biology first. Er startete früh mit einer Agentur für Corporate Design, entwickelte sich konsequent zum Corporate Advertiser, für den schon in den frühen Anfängen das Internet fest zur Kommunikation dazugehörte. Das alles bündelte er in einer Full Service Agentur. Zur Jahrtausendwende widmete sich Kremer dem neu entstehende Wissen in der Hirnforschung und der Evolutionspsychologie und entwickelte das Neuromarketingkonzept biology first. Heute gilt er unter dem Label Kremer und Konsorten als Spezialist für Neuromarketing, als Storyteller und Brander mit einzigartig umfangreichem Umsetzungswissen in vielen Branchen und nahezu jeder Anwendungssituation. Kremer hat vier Kinder und lebt heute mit seiner Partnerin und Muse Carmen Bußmann im Ruhrgebiet.

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