Archiv für das Tag 'Kunst'

Konsortenwort zum Montag: Ich bin Dein Hirst, Dir wird nicht mangeln

Jörg Kremer am 28. Februar 2010

Guten Montag,

für beinahe jede Situation unseres Lebens hat ja irgendein Denker schon einen passenden Satz formuliert. Voltaire hat erklärt, dass alles, was eine Erklärung braucht, einer Erklärung nicht wert ist.

Wie oft habe ich das mit variierenden Worte schon gedacht. Und immer wieder, wenn ich Kunst schaue. Ich habe Hirst in Zürich gesehen und da war er wieder, dieser Gedanke. Halb habe ich ihn geholt, halb kam er mir entgegen.

Kunst, im Nachhinein mit Geschichten rund um die Entstehung und aus der Zeit, in der die Kunst entstand, ergänzt, kann die Gedanken in wundersamer Weise katalysieren. Wenn aber die Erklärung vorab zur Notwendigkeit wird, um Kunst zu schauen und zu verstehen, gar verstehen zu können, denke ich: Lieber Künstler, Du hast einen schlechten Job gemacht. (Man kann sich natürlich fragen, ob man Kunst wirklich immer verstehen können muss oder darf?)

Ich stelle mir den Künstler vor, wie er, unter dem Druck seines Sendungsbewusstseins leidend, sich die Kunst aus dem Innersten gedrückt hat. Geburt. Dann die Ernüchterung. Vater und Mutter sind nicht erkennbar, die diese Arbeit gezeugt haben.

Schon ist eine Armada von Intellektuellen Vorkäuern da, um doch Ähnlichkeiten und Absichten zu erkennen. Meist in einer dem Volke völlig unzugänglichen Sprache. Manchmal möchte man sie abschütteln – wie Fliegen.

Damian Hirst, Kunstfabrikant wie Warhol, nur fabrikantiger (obwohl er gerade beginnt den Pinsel zu führen) hat diese Gedanken provoziert. Gibt uns aber keine Antworten. Denn ein kommerzieller Künstler wie er, macht auch Kunst, um ihr erst danach den Geruch aufzusprühen, auf den die Kulturelite sich stürzt, wie Geier auf Aas. Niemandem wird es mangeln, er bedient sie alle, damit es ihm nicht mangelt. Dem Fabrikanten.

Was bringen Ihnen diese Worte an genau diesem Montag? Wenn es eine Erklärung braucht…

Voltair kann auch richtig schlecht sein.

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Layouter, es kommen harte Zeiten für Euch: sketch2photo

Jörg Kremer am 11. Januar 2010

Es soll ein Forschungsprojekt sein. Es liest sich phantastisch und es sieht gut aus. Software, die sich aller Bilder im Internet bedient und aus einer wirklich groben Skizze ein extrem ansehnliches Layoutbild erzeugt. Wir warten ungeduldig auf die Markteinführung…

Hier der Link zur Quelle: golem.de

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Konsortenwort zum Montag: Ist er zu dick, ist die Idee zu dünn!

Jörg Kremer am 10. Januar 2010

Sie kennen das sicher auch. Sie haben eine wirklich große Idee. Jetzt möchten Sie diese aufschreiben oder skizzieren und bemerken, dass Sie keinen Stift haben, der der Größe des Gedankens gewachsen ist.

Ich meine jetzt nicht die Größe eines überteuerten Kolbenfüllers einer Sonderedition. Die sind nicht groß. Die sind blingbling. Ich spreche von der Größe eines Stiftes, die jedes wunderbare Wort, jeden genialen Strich, jede faszinierende Form zum sichtbaren Grossereignis macht.

Es gibt diesen Stift. Der “Hand Made Water Soluble Graphite Stick XL” aus einer alten Bleistiftfabrik in Portugal. Eine Graphit Mine, so dick wie eine pralle Banane, so weich und schmierig, das jeder Strich tausend Grautöne und ebenso viele Schichten hinterlässt, die jeder Linie auch eine dritte Dimension gibt.

Man hält die Mine mit einem Leinensack, führt sie mit der Faust, riecht das Ergebnis, sieht es und kann es fühlen.

Der “Hand Made Water Soluble Graphite Stick XL”, ca. 5 cm dick und 18 cm lang, ist für 19,50 Euro bei Manufactum erhältlich.

graphite_stick

Manchmal kommt es eben doch auf Größe an!

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Kreation braucht Inspiration

Jörg Kremer am 28. November 2009

Die gab es gestern in Deutschlands it-Stadtviertel Flinger Nord (sagt RTL), in Düsseldorf. Die meist selbst und ständig Arbeitenden hatten rote Teppiche ausgerollt und so eine vorweihnachtliche Ehrung für den Kiez und seine Beleber ausgesprochen.

Der Bohemien-Faktor war hoch die Bärte drei Tage lang. Dreieinhalb Tage, als die Aktion um null Uhr zu Ende war. Kunst, Kultur, Kleinkunst und Kleinkultur, LOHAS ohne Ende, Überraschnungen und Langweilendes reihten sich entlang der Ackerstraße – der Luftröhre des Kiez – und durch die angrenzenden Broncheolen von Flingern Nord.

Als Augentier nimmt man Millionen von Eindrücken mit, die subtil in das Denken und Handeln einfließen. Wann? Keine Ahnung. Wie? Keine Ahnung. Irgendwann, in irgendeinem kreativen Prozess, werden diese Inspirationen neu verknüpft ihren Weg nach draussen finden.

Ihnen allen ein inspirierendes Wochenende.

rekordschneesturm

Im Café Rekord von Markus Brandt begann der Abend mit einem Schneestrum aus 8 Beamern. Eine Lichtinstallation, die über den Regen des Abends hinweg half.

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Konsortenwort zum Montag: 30 unter 30 verändern die Arbeitswelt von Morgen – Palomar5

Jörg Kremer am 5. Oktober 2009

Heute um 11 Uhr werden in einer Online-Pressekonferenz die 30 Teilnehmer eines Camps präsentiert, die auf Initiative von Palomar5 und auf Rechnung der Deutsche Telekom AG 6 Wochen lang ihre Gedanken zum Thema Arbeitsplatz der Zukunft destillieren. In der Malzfabrik in Berlin wird heute an einem Modell das Camp in der Malzfabrik vorgestellt und das Programm des Abschluss-Summits präsentiert.

Das sind doch mal gute Nachrichten am Montagmorgen, dass sich 30 international gecastete, junge Menschen auf Initiative von 5 jungen Berlinern in einem von der Telekom geschaffenen Freiraum Gedanken dazu machen, wie in Zukunft die Montage der Schaffenden aussehen werden. Denn eines wird das Camp nicht leisten können – den Montag abschaffen. Auch wenn Palomar5 den Namen eines Kugelsternhaufens hat, der alle paar Millionen Jahre die Milchstraße quert und Energie an diese abgibt.

Das irdische Palomar5 streift nun die Milchstraße unserer Arbeitswelt und wir sind gespannt, wie viel Energie am Ende in unserer Arbeitswelt hängenbleibt.

Bleiben Sie dran…

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