Da sein oder nicht da sein: Konsortenarbeit zur Weihnachtszeit

Kremer und Konsorten sind vom 23. bis zum 27.12.2011 im Off. Vom 27.12. bis 1.1.2012 sind wir in Bereitschaft und reagieren auf digitale “Notrufe”. Ab dem 2.1.2012 stehen Ihnen die Konsorten wieder mit aller Kraft zur Verfügung, um mit Ihnen zu ändern und zu verbessern, was zu ändern und zu verbessern wichtig ist!

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Weihnachtsdepesche

Liebe Kunden, liebe Geschäftspartner, liebe Konsorten, liebe Freunde, liebe Restwelt,

wir europäischen Christen nehmen immer an, dass die ätherischen Öle der Nadelhölzer in diesen Tagen alle Augen dieser Welt feucht werden lassen. Weit gefehlt. Die Amerikaner respektieren die Religions- und Traditionsvielfalt viel mehr als wir und wünschen sich deshalb nicht frohe Weihnachten, sondern seasons greetings – was frohe Festtage bedeutet. Eigentlich eine schöne Geste der Toleranz und Offenheit. Dem schließen wir Konsorten uns dieses Jahr mal an.

Das zurückliegende ökologische, ökonomische und soziologische Weltjahr ist nichts, worauf wir stolz sein könnten. Nicht an allem waren wir direkt ursächlich beteiligt. Und doch haben die allermeisten von uns durch Lebensart und Status Quo indirekt an allem, als eines von 7 Milliarden Rädchen, mitgedreht.

Jetzt stehen wir hier in dem Saustall Welt und schauen mit Esels-, Kuh- oder Schaafsblick auf einen Haufen Stroh, in dem wir, wie jedes Jahr, Erlösung zu bekommen hoffen. Wie naiv, all die Wünsche Träume und Ängste an einem Säugling festzumachen. Aber Religion muss naiv sein, um Religion sein zu können.

Verlassen wir wieder den Stall und setzen uns unter die Tanne. Rutschen Sie ruhig etwas näher ran, dann wird es kuscheliger.

In drei Tagen geht ein Grundrauschen durch Deutschland. Das Geschenkeauspacken wird zu einem Sturm unter Tannen werden, der alle sanften Töne dieser Zeit, seien es mutige, freudige, ängstliche oder traurige, für einen Moment unhörbar machen wird. Dann blenden wir für kurze Zeit alles aus, geben uns dem Schenken und Beschenktwerden hin. Schwelgen im Rausch der Hormone, die wir literweise in unsere Körper abgeben, uns zu euphorisieren. Da ist die Krippe nur noch Staffage, schmückendes, religiöses Beiwerk in den Weihnachtslandschaften, die wir alle in unseren Räumen inszeniert haben.

Man könnte das jetzt schlecht heißen, sich über Konsum ereifern, oder Oberflächlichkeit reklamieren. Das wäre aber falsch. Wir Menschen brauchen diese Momente naiver Glückseligkeit. Nur so sind wir in der Lage, den Blick auf die Welt zu richten, die hinter der Krippe schon wieder ihre banale, harte Alltäglichkeit aufbaut. Nur so können wir uns dieser Welt wieder mit der Kraft zuwenden, die wir brauchen, um am Ende eventuell doch noch etwas zu verändern.

Geben sie sich der Tradition, der Religion und der inszenierten Glückseligkeit schamlos hin. Pumpen Sie die Momente tief in Ihr Herz, Ihre Seele und in das Hirn. Laden Sie sich auf. Pressen Sie alle Energie in Partnerschaft und Familie. So gerüstet wird das nächste Jahr weniger Last als Lust werden. Aber nutzen Sie die Kraft dann auch, um im nächsten Jahr zu ändern, was zu ändern wichtig ist. Für Sie, für Ihre Lieben und für den Rest der Welt.

In diesem ganz speziellen Sinn wünschen wir Ihnen eine wunderbare Zeit.

Mit vorweihnachtlichem Gruß

Jörg Kremer und Konsorten

p.s.: Kremer und Konsorten sind vom 23. bis zum 27.12.2011 im Off. Vom 28.12. bis 1.1.2012 sind wir in Bereitschaft und reagieren auf digitale “Notrufe”. Ab dem 2.1.2012 stehen Ihnen die Konsorten wieder mit aller Kraft zur Verfügung, um mit Ihnen zu ändern und zu verbessern, was zu ändern und zu verbessern wichtig ist!

p.p.s.: Wir verschicken keine Geschenke, wir spenden nichts – jetzt nicht – und wir rufen auch nicht zu Spenden auf. Lassen Sie uns das dann machen, wenn keiner mehr daran denkt, denn dann erreicht es die, die den Rest des Jahres wieder in Vergessenheit geraten werden.

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Das Buch liegt jetzt noch handwarm neben dem Bett!

Liebe Lesende an den digitalen Endgeräten,

Mr. Jobs´ Biographie liegt noch handwarm neben dem Bett und schon scheint der Alltag wieder zurückgekehrt zu sein. Was müsste man nicht alles ändern nach der Lektüre des Buches.

Man kann froh sein, dass manche charakterliche Unzulänglichkeit mit diesem Buch und dem Hauptdarsteller geschäftsfähig wurde und man trotz aller menschlicher Fehlleistungen erfolgreich werden kann. Ja, so richtig extrem scheitern ist jetzt auch erlaubt und wird als wichtige Erfahrung dann anerkannt, wenn man daraus lernt. Weinen ist erwünscht und andere runterzuputzen ist zu einer hochwirksamen, qualitätssichernden Maßnahme geworden. Manager und Unternehmer dürfen wieder Typen sein. Mit Leib und Seele. Sie müssen Typen sein, um prägend wirken zu können. Sagt das Buch. Sagt uns auch das Leben, aber man hat zu viele zu lange rundgewaschen.

Das Buch, das Papier speichert die Handwärme immer noch, ist ein Freifahrtschein für Individualisten, sich nicht immer und überall anpassen zu müssen, sondern Kante zeigen zu dürfen. In Zeiten, in denen Verantwortung gerne auf möglichst viele Schreibtische in einer Organisations-Matrix verteilt werden, oder Unternehmer zu oft Angst vor wirklichem Profil haben, ist ein solches Buch sehr wichtig. Jobs Biographie eröffnet Räume, die man nutzen muss. Es ist eine einzigartige Chance. Ist das Buch erst kalt geworden in der Wirtschafts-Community, kann man sich nur noch schwer darauf beziehen. Genau jetzt besteht die einmalige Möglichkeit, sich dramatisch verändern zu können, um der Marke, dem Produkt, dem Unternehmen die richtigen Impulse geben zu können. Unbeliebt muss man sich machen, um beliebt zu werden. Noch viel beliebter.

Es reicht nicht, Jobs´ Biographie nur gelesen zu haben. Man muss die Botschaft dahinter verstehen, das Potenzial erkennen und nutzen. Jetzt. Die Weichspüler in Ihren Systemen werden sich abwenden und nur ausgeprägte Charaktere bleiben übrig. Das ist perfekt, denn Kunden suchen Charakter. Sie suchen Bilder, Gedanken, Ideen und Halt.
Jobs Biografie wird wohl noch bis in den Januar hinein handwarm bleiben. Nutzen Sie das Momentum, das dieses Buch in sich trägt und gehen Sie mit geschärftem Profil in das neue Jahr. Mehr Spielraum für einen solchen Schritt gab es lange nicht mehr und die nächste Gelegenheit ist noch nicht in Sicht.

Ihnen allen eine wunderbare Vorweihnachtswoche.
 

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Kunstpause

Liebe Leser an en Endgeräten,

bis zum 19.12 machen wir hier eine kleine Kunstpause.

Allen eine wunderbare Zeit.

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Der digitale Adventskalender!

Liebe Leser an den digitalen Endgeräten!

Heute bekamen wir die gefühlt 1224. Mail mit einem Hinweis auf eine ganz einmalige Aktion: Einen digitalen Adventskalender! Ehrfürchtiges Staunen gab es im Spätsommer beim allerersten Kalender. Auf die nächsten sieben Mails zu dem Thema haben wir uns noch euphorisch gestürzt, um zu sehen, wer schon so früh so fleißig war und um nicht zu verpassen, was technisch gerade so geht. In beiden Kategorien gibt es dieses Jahr allerdings keine großen Überraschungen. Wenn doch, möge man uns hier die Links dorthin verraten.

24 Türchen sind all diesen Kalendern gemein und in den meisten gibt es ein “ganz besonderes” Schnäppchen. Gerne ein kostenloses, digitales Schokoladenpendant – oder ein Kleinod zweifelhafter Begehrlichkeit, um dem Neugierigen, uns in diesem Fall, die Adresse zu entlocken. Ja, die Zahl der Türchen, wenn es denn Türchen sein müssen, kann man nicht variieren. Aber die technische Inszenierung und die Inhalte bieten Millionen, Variatiosmöglichkeiten, die leider meist ungenutzt bleiben. Mitunter besteht das unglaublich Einzigartige der Adventsaktion darin, dass man einem Shop ein Weihnachtsmäntelchen übergestriffen hat, das 24 Produkte hinter Türen notdürftig verdeckt.

Ach, da gibt es auch noch die Charity-Kalender mit denen zufällig zur Weihnachtszeit das deutlich zu geringe, soziale Engagement von 365 Tagen auf 24 Tage destilliert wird, um hochprozentiger zu erscheinen. Auch ein Mäntelchen, wenn auch kein Weihnachts- sondern ein Deckmäntelchen.

Was waren das noch für Zeiten, als man am Morgen Adventskranzkalenderschokolade an den Fingern kleben hatte. Nur der Schokolade wegen. Heute kleben einem die Kalender wie digitale Schmeißfliegen an Newslettern und in Streams.

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