Konsortenwort zum Montag: Das Leben des Brain

Guten Montag!

Heute wird es schwer, darum auch so eine leichte Überschrift. Ja, Werber täuschen und können darin gemein gut sein. Aber nur weil sie gemein sind und ständig mit Bestehendem brechen, die Ruhe und Ordnung stören, verführen und beeinflussen können, braucht man Werber überhaupt. Wären Werber wie alle anderen Menschen, bräuchte sie kein Mensch.

Sie hatten gehofft, es gäbe einen Bezug zu dem Film ” Das leben des Brian”? Gibt es auch. Jetzt.

Ja, der Bezug zu “Monty Phyton’s Life of Brian” ist gewollt. Den Dogmatismus von Religion und Ideologien wollten Monty Phyton anprangern und haben dies mit dem Leben des Brian so gut geschafft, dass der Film in einigen Ländern verboten, in andern sehr kontrovers diskutiert wurde, um später zahlreiche Publikums-Auszeichnungen zu bekommen, die den Zusatz “…aller Zeiten!” hatten.

Werbeideologien haben auch etwas Dogmatisches und überdauern oft, wider besseren Wissens, ihre Zeit. In Marketing und Kommunikation hat schon seit geraumer Zeit die Hirnforschung “das Leben des Brain” in den Fokus der Betrachtung und Berücksichtigung gestellt um althergebrachten Theorien mit wissenschaftlichem, neuen Wissen, neue Impulse zu geben. In manchen Fällen müssten die Erkenntnisse sogar und direkt zu Paradigmenwechseln führen. Manche verteufeln dieses neue Wissen, andere versuchen es zu verharmlosen, wieder andere suchen das Überleben hergebrachter Thesen und deren Anwendung darin, das Neue tot zu diskutieren.

Verboten wird Neuromarketing nicht. So weit wie beim “Brian” geht man beim “Brain” nicht. In der Praxis geliebt wird aber die Version, es kurz ernst zu nehmen, um sich zeitgemäß zu geben, und danach mit Kommunikation “as usual” fortzufahren. Manche möchten das Thema auch gerne wie eine weitere Sau durch das Marketingdorf treiben, hoffend, dass man die ganzen schönen Beratungstheorien, die man gebastelt hat, in Ruhe noch ein paar Jahre verkaufen kann. Den Gefallen wird die Hirnforschung den Dogmatikern alter Lehren aber nicht tun. Es wird weiter gefunden und veröffentlicht und zeitgemäße Kommunikationsdienstleister, Marketing- und Kommunikationsagenturen, vulgo Werber, werden das neue Wissen wieder und wieder zu Erfolgen führen.

Die Kunden der Kunden dieser Werber werden diesem Wissen mit ihrem Konsumverhalten huldigen, die dann den Zusatz “…aller Zeiten” haben werden.

Wenn Sie “das Leben des Brain” Ihrer Kunden schon jetzt interessiert und Sie sich des Wissens der Gehirnforscher zu Nutze machen möchten – nur zu. Kommunikation zu haben, die die besten Reaktionen “aller Zeiten” provoziert ist doch extrem verlockend. Oder?

Wenn Sie kein Interesse an wesentlichem Wissen zur Optimierung Ihrer Performance haben, müssen Sie das Kreuz schleppen. Es gilt aber das geflügelte Wort aus “Das Leben des Brian”: “Jeder nur ein Kreuz!” Aber das müssen Sie dann schleppen während man links und rechts aufrecht, unbeschwert, erleichtert gar, an Ihnen vorbei zieht.

Ihnen eine schöne Woche!

p.s.: Für den Fall, dass es bei Ihnen nicht so gut läuft. Wie zum Beispiel bei den Gekreuzigten in “Das Leben des Brian” am Ende des Films, empfehen wir auch Ihnen das Lied, das dort skandiert wird:

Some things in life are bad,
They can really make you mad,
Other things just make you swear and curse,
When you’re chewing on life’s gristle,
Don’t grumble,
Give a whistle
And this’ll help things turn out for the best.
And…

Always look on the bright side of life.
[whistle]
Always look on the light side of life.
[whistle]

If life seems jolly rotten,
There’s something you’ve forgotten,
And that’s to laugh and smile and dance and sing.
When you’re feeling in the dumps,
Don’t be silly chumps.
Just purse your lips and whistle.
That’s the thing.
And…

Always look on the bright side of life.
[whistle]
Always look on the right side of life,
[whistle]

For life is quite absurd
And death’s the final word.
You must always face the curtain with a bow.
Forget about your sin.
Give the audience a grin.
Enjoy it. It’s your last chance, anyhow.
So,…

Always look on the bright side of death,
[whistle]
Just before you draw your terminal breath.
[whistle]

Life’s a piece of shit,
When you look at it.
Life’s a laugh and death’s a joke, it’s true.
You’ll see it’s all a show.
Keep ‘em laughing as you go.
Just remember that the last laugh is on you.
And…

Always look on the bright side of life.
Always look on the right side of life.
[whistle]

Always look on the bright side of life!
[whistle]
Always look on the bright side of life!
[whistle]

Zur Erinnerung: So sah das damals aus! Bis auf die kleine Änderung.

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Die Schweiz wird halens! Und wer hat es erfunden…?

halens, das Versandhaus mit schwedischen Wurzeln, bekommt jetzt einen Ableger in der Schweiz.

Ein Team aus Spezialisten, die den Versandhandel in der Schweiz in den letzten Jahren massgeblich geprägt haben, wurde aufgebaut, um aus der Schweiz heraus für Schweizer ein einzigartiges Warenangebot, beste Qualität und einen besonderen Service anzubieten.

halens steht für die guten Dinge, die der Schweizer liebt und wertschätzt.

Den ersten Schritt auf die Schweizer zu, hat halens mit dem Claim “Dein Leben wird halens” als Sponsor bei der Tour de Suisse gemacht. In den nächsten Wochen wird halens sich mit den unzähligen Menschen, die halens dort Ihre Neugier gezeigt und ihr Vertrauen geschenkt haben, auf den Start des eShops und den ersten halens-Katalog der Schweiz freuen.

Und wer hat’s erfunden?

Die Kommunikation bei der Tour de Suisse, das Design des eShops und des Katalogs, das auf das CD von halens Schweden aufsetzt und für die Schweiz weiterentwickelt wurde sowie das Marketingkonzept und die Kommunikationskampagne zum Launch der Marke halens in der Schweiz, haben Kremer und Konsorten “erfunden”!

Zusammen mit brand affairs aus Zürich, die für Public Relations verantwortlich sind, werden Kremer und Konsorten im Lead dafür Sorge tragen, dass die Schweiz halens wird.

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Konsortenwort zum Montag: DIN A4 Gedanke “Automatenversorgung”

Guten Montag!

“Automatenversorgung”

Kann der Mensch automatisch leben? Ja! Geld gegen automatisches Leben heißt das Konzept. Senkrecht sorgen Münzen, waagerecht der Schein fürs Überleben. Maschinengetränke wärmen kalte Tage, kühlen sommerliche und sportliche Hitze.

Der Automat ist aber nicht Vollautomat. Er will penibel bedient werden. Dafür hält er uns sogar Anleitungen in Augenhöhe vor. Was uns gemeinhin als automater Service angeboten wird, will alle Aufmerksamkeit, detailverliebte, hingebungsvolle Bedienung, um dann mit plumper Geräuschkulisse und Griffen in Produktklappen und Geldausgabefächer, die Mut erfordern, jeden Servicedurstigen ins nichtautomatische Leben zu entlassen.

Der Durst des Lebens ist also stillbar. Doch was ist mit des Lebens Hunger? Er wird automatisch meist nur versüßt. Die Produktspiralen der zeitgeistigsten, mechanischen Ammen schrauben nur Süßes, Fettiges, Salziges und Überflüssiges ins Leben vor der Panzerglasscheibe. Der damit Ernährte wäre automatisch und schnell nicht mehr fähig, den Weg zum automatischen Service zu bewältigen. Käme ihm der automatische Service dann entgegen? Nein, er würde kalt und arrogant verharren.

Automatenversorgung benötigt einen Paradigmenwechsel. Noch wird der Automat vom Nutzer besucht und bedient. Der Automat wird sogar versorgt. Was überall für Service steht, steht groß, meist hässlich, da, wo Service fehlt. Der Automat ist das fatamorgane Abbild einer völlig überlebten Servicehaltung. Der nur noch als Spiegelung längst verkommener Werte in der Servicewüste flimmert. Automaten sollten sich an Automaten versorgen. Die Automatenversorger den Menschen. Das Leben wäre automatisch besser.

(DIN A4 Gedanken sind Wortübungen rund um ein Wort, eine Beobachtung, einen flüchtigen Gedanken, eine erlebte Zumutung oder ein überragendes Ereigniss. Manchmal auch nur Ventil für ein zu reges Gehirn. Nie real. Und wenn doch, dann dramatisch überhöht. Bei 12 Punkt Schriftgröße und einem 1.5-fachen Zeilenabstand maximal eine DIN A4 Seite lang. Sinnlos. Und das ist der Sinn.)

Ich wünsche ganz automatisch eine schöne Woche.

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Kelly: “Es ist krank.” Kremer: “Ich will krank werden.”

Erinnern Sie sich noch an die Kelly Family? Man hat sie entweder geliebt oder gehasst. Die Familie war speziell, die Musik zuweilen auch. Die Outfits erinnerten an mittelalterliche Jahrmarktfeste und die Attitüde unterstrich das. “I wish I were an Angel” schien haarverlängernde Wirkung zu haben.

Vater Kelly hat, ganz der mutige Ire, als erster den großen Musik-Labels eine Absage erteilt und ein eigenes Label gegründet. Was heute normal ist, war damals unanständig. Der Geschäftsführer dieses unanständigen, rebellischen Familienunternehmens Kelly wurde Joey Kelly.

Dieser Joey Kelly hat gestern vor 500 Kunden einen Vortrag bei der Firma Bär in Bietigheim-Bissingen gehalten, bei deren Sommerfest Konsorte Kremer als Moderator aktiv war. Joey Kelly ist still, dezent und doch erscheint er hellwach. Er strahlt eine innere Bereitschaft aus, zuschlagen zu können, wenn Glück in fast greifbarer Nähe, doch für “normale” Menschen unerreichbar scheint. Eine sympathische Bereitschaft, die nicht Angst macht, sondern lockt.

Er lockt in seinem Vortragt mit der Magie der Grenzerfahrung auf dem Weg, der Ihn vor dem Glück auf und ab laufen lässt, um es nicht zu verpassen, wenn es wohlgestimmt ist und sich zeigt. Er lässt alle Zuhörer Schmerzen leiden, Verzweiflung fühlen und löst am Ende jede Geschichte aus den Randbereichen menschlicher Leidensfähigkeit, mit einem positiven Gefühl auf. Joey Kelly, der Zeit seines Lebens immer und überall an die Grenzen gegangen ist. Als Kind gehen musste und später, Grenzerfahrungen gewohnt, gehen wollte, schafft es, seine offenen, blutigen Fußsohlen von einem Rennen in über 50 Grad Hitze, in einen positiven Impuls umzuwandeln, der den Zuhörer rennen lässt, bis er blutet.

Als Moderator hat man nach einem derart explosiven Vortrag, der mit Geschichten durchtränkt ist, die Joey Kelly nach einer Stunde glänzend im Gesicht stehen, keine Möglichkeit, gut zu sein. Jedes Wort würde schwach und albern wirken. Konsorte Kremer hat sich nur bedankt. Danke Joey Kelly.

Immer ans Limit zu gehen, ist ebenso falsch, wie der Versuch, jeder Erfahrung konsequent auszuweichen. Ideologisierte man Kellys Botschaft, würde man sie schwächen, lässt man sie einfach immer wieder mal zu, hilft man sich selbst und wird Joey Kellys Absichten am ehesten gerecht.

Denn am Ende sagt er, nein er schreit es: “Macht es nicht nach. Es ist krank und kann krank machen.”

Man nickt schnell und gerne, um dann sofort die Hand wieder auszustrecken, sie mit großer Gelassenheit erneut auf die glühende Herdplatte der Idee “no limits” zu legen, die man nach dem Vortrag in sich trägt.

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Sex and the iPhone

Die US-Datingsite OkCupid will herausgefunden haben, dass iPhone-Nutzerinnen 12,3 Sex-Partner im Leben haben, Android-Damen hingegen nur 6,1 Sex-Partner.

Haben die iPhone-Damen mehr Partner, weil sie ein iPhone haben? Haben diese Damen ein iPhone, weil man damit Sexpartner besser organisieren kann? Oder haben diese Damen sowieso mehr Sexpartner, sind hedonistischer und greifen deshalb eher zu den schönen Dingen des Lebens und Telefonierens?

Wir fragen uns, was die Android-Vermarkter daraus lernen? Entdecken die jetzt ihre Marktlücke in Klöstern? Oder wird man, ganz iPhone-Killer, jetzt an das älteste Gewerbe der Welt gehen, um die Statistik massiv korrigieren zu können?

Wenn man sie, liebe iPhone-Damen, demnächst lüstern auf der Straße anlächelt, wissen sie, dass Ihr Gegenüber diese Untersuchung auch kennt. Wenn es bei ihnen, liebe Android-Damen, nicht so richtig gut läuft im Zwischenmenschlichen, dann gehen Sie besser nicht zum Frisör, nicht zum Shoppen, zum Sport oder Kühlschrank, sondern in einen T-Punkt der Telekomm.

Es bleibt spannend. Punkt.

Nachtrag: Blackberry-Besitzerinnen haben 8,8 Sex Partner. Ob das eher die Chefs oder die Untergebenen sind, die den Schnitt beim Business-Smartphone Blackberry heben, ist nicht überliefert.

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