Gegen die Biologie des Menschen hat nichts Bestand. Natürlich kann man Menschen für eine begrenzte Zeit entgegen ihrer biologischen Disposition biegen. Manchmal wundern wir uns, wie lange das möglich ist. Am Ende kippen biologieferne Systeme aber immer. Warum? Das ist ganz leicht erklärt. Weil der Erfolg immer nur mit überdurchschnittlich hohem Aufwand zu erreichen ist. Und dieser steigt mit zunehmender Zeit in einer parabolischen Kurve an. Das kann man in allen diktatorischen Systemen sehr gut beobachten. Vom diktatorischen Staat über ebensolche Unternehmen oder menschliche Beziehungen, bis hin zu diktatorischen Marken und Produkten. Diktatorisch wird man schnell. Man muss nur der Biologie des Menschen nicht genügen und schon diktiert man.

Bio Leistungskurs für Marken!

Wo ist die Lösung? Marken müssen sich sehr viel mehr als bisher mit der Biologie des Menschen befassen. Denn hier liegen noch hohe Optimierungspotenziale. Manchmal ist es nur ein einziges falsches Wort, nur ein falsches Bild oder ein falscher Prozess und mühsam aufgebaute Wirkung wird geschwächt. Ja sogar zerstört. Was, wenn schon in der Strategie gegen die Biologie geplant wird? Dann bleibt notwendige Wirkung von Beginn an aus. Das hört sich hysterisch an? Es ist die Realität in zu vielen Fällen.

Ein Beispiel für diese bittere Realität ist die Elektromobilitätsbranche. Jahrelang wurden Autos immer an Ladesäulen gezeigt. Mit Ladekabeln an die Säulen gefesselt. Unter solchen Bildern stand dann, dass Elektroautos gar nicht ständig geladen werden müssen und eine Ladung locker für einen Durchschnittsalltag reicht. Der Markt nahm die Worte wahr, gewirkt hat aber das immer wieder gezeigte Bild des immobilen Elektroautos. Die Branche hat damit Vorurteile aufgebaut, wo es diese eigentlich noch nicht gab und bestehende bekräftigt, um dann mit wieder diesen Bildern dagegen anzugehen. Die Bilder der Elektroautos an Ladesäulen wurden von tollen Fotografen geschossen und wenn sie nicht eine klare Aufgabe gehabt hätten, sehr schön. Die Wirkung war (ist) fatal. Eine ganze Branche hat sich damit ins Abseits geworben. Es gab eine Ausnahme: Tesla. Tesla ist sicher aus vielen Gründen erfolgreich, ein ganz wesentlicher ist aber der, dass diese Autos nie an Ladesäulen standen und stehen. Wer das Hirn in seiner Funktion und die psychologische Disposition der Zielgruppen ernst nimmt, muss manchmal nur sehr wenig ändern, in diesem Fall nur ein Bild, um Erfolge feiern zu können.

Wenn Du zum Team gehst, vergiss die Biologie nicht!

Dass die Biologie immer gewinnt, kann man auch an Teams beobachten. Müssen Teams mit neuen Informationen versorgt werden, ist dies meist schnell geschehen. Neue Information greift nicht tief in die Biologie des Menschen ein. Da werden nur ein paar alte Informationen überschrieben. Und zwar innerhalb des bestehenden, emotionalen Rahmens. Das ist wissenschaftlich etwas komplexer, Stichwort Neuronale Plastizität. In der Regel ist simple Informationsüberschreibung sogar ganz ohne Schulungsaufwand möglich. Doch wenn es darum geht, Haltungen und Einstellungen zu verändern, versagen die meisten Schulungen kläglich. Hier helfen sich alle Beteiligten damit, dass sie den vermeintlichen Erfolg in den ersten vierzehn Tagen nach einer Schulung messen, um nicht am Misserfolg zu verzweifeln. Denn kurze Zeit später ist die Wirkung verpufft. Schlimmer noch. Oft gibt es eine Gegenentwicklung, die dazu führt, dass man unter dem Niveau ankommt, das man vor der Schulung hatte. Auch hier gilt es, der Biologie des Menschen zu huldigen, möchte man neue Haltungen und Einstellungen verankern und dann auch noch nachhaltig.

Anders wird man nur, wenn man anders anders wird.

In einem Rahmen, in dem schon zig Veränderungen geboren und wieder beerdigt wurden, sind Haltungen nicht veränderbar. Mit Menschen, die möglichst so sind, wie die Auftraggeber, weil die ja schnell eine gemeinsame Ebene haben, sind Veränderungen auch nicht umsetzbar. Vertraut man den Mitteln, denen man schon vor der Veränderung vertraut hat, besiegelt man den Stilltand eher, als das man ihn aufhebt. Das ist noch keine Hexerei, in diesen Punkten besser zu sein, möchte man ein Team wirklich verändern. Aber schon hier versagen die meisten Unternehmen. Warum? Das Hirn ist der größte Energiesparer, den man sich vorstellen kann. Vulgo: Es ist extrem faul. Soll es von der Normalität abweichen, wittert es großen Mehraufwand und blockiert Veränderung allein deshalb schon. Ja, es gibt Menschen, die Veränderung lieben, aber auch die hätten sie am liebsten aufwandsneutral. Die zweite biologisch Hürde, die man nehmen muss, ist die Unsicherheit, man kann auch Angst sagen, vor Veränderung, weil tausende unbewusste Programme, die unser Tun bestimmen, nicht mehr unbewusst funktionieren können – gar nicht mehr funktionieren dürfen. Hier greift eine Mischung aus Faulheit des Hirns und der Angst, den Status Quo nicht halten zu können. Es entstehen Existenzängste auf unterschiedlich hohem Niveau und es sind archaische Ängste, die stärker sind, als (fast) alle Versuche, Veränderung zu verankern. Da stemmt sich schon die Biologie gegen jede Veränderung bevor auch nur ein einziger inhaltlicher Prozess stattfinden konnte.

Warum hast Du uns verlassen?

Es sind immer wenige, die vorpreschen, Veränderung als unverzichtbar erkennen und dann in Teams tragen wollen (müssen). In diesem Moment fühlen sich diese Teams erstmal verlassen. Sie sollten doch folgen und glauben. Und dann sagt man ihnen, falsch gefolgt, falsch geglaubt. Größer kann ein Loch nicht sein, in das ein Hirn, also ein Mensch, in diesem Moment fällt. Alles Handeln war an einem emotionalen Rahmen ausgerichtet und wurde auch in diesem Rahmen belohnt. Und jetzt? Wenn das „warum“ des Handelns fehlt, fehlt automatisch auch jede wirksame Möglichkeit der Belohnung. Wie will man biologisch wirksam eine Veränderung belohnen, wenn es dafür noch gar keinen emotionalen Rahmen gibt? Es ist unmöglich. Teams verändert man deshalb zuerst über ein neues „warum“, ein faszinierendes „warum“! Ein „warum“, das biologisch und emotional berührt. Aus diesem „warum“ ergeben sich Veränderungen, die dann jeder einzelne im Team selbst als notwendig erkennt. Jetzt hat man einen Raum für Belohnung und eine Offenheit, die Veränderung von einer Push- in eine Pull-Situation verändert. Jetzt muss man liefern. Die von den Hirnen selbst entdeckten Räume füllen. So werden diese Veränderungen lustvoll aufgenommen. Nur so. Das alles kann sofort wirksam belohnt werden, weil es schon ein „warum“ gibt.

Der Erfolg liegt hinter der Blut-Hirn Schranke!

Auf der Suche nach Lösungen, die die oben beschriebenen Probleme kennen und bewusst aufheben, hört und liest man oft von Menschen mit den Zusätzen Vollblut- oder -im Blut. Ja, solche Menschen sind notwendig. Weil nur die das Charisma haben, ein „warum“ zu konstruieren und zu inszenieren, ohne das man nicht erfolgreich sein kann. Der wahre Erfolg, der nachhaltige, den man auch nach Monaten und manchmal sogar Jahren noch messen kann, liegt aber hinter der Blut-Hirn Schrank. Dieser Erfolg beginnt hinter dieser Grenze – Im Hirn.

Wir nennen das „biology first“. Lassen Sie sich doch mal für Ihre notwendigen Veränderung faszinieren. Warum? Weil dabei so viel Dopamin freigesetzt wird, dass die Veränderung zur Sucht wird – für Sie, Ihr Team und natürlich in letzter Konsequenz auch für Ihre Kunden. Eine Sucht, der man sich bereitwillig hingibt. Mit all den wunderbaren, wirtschaftlichen Folgen für Sie. 

Kremer und Konsorten ist ein einzigartiger Marketing- und Kommunikationsdienstleister mit Kunden in Deutschland und der Schweiz. Die Einzigartigkeit besteht in über 16 Jahren Erfahrung mit den Themen Neuromarketing und Neurokommunikation und dem darauf basierenden, eigenen Marketing- und Kommunikationskonzept – "biology first". "biology first" setzt auf die Annahme auf, dass man den Menschen in der Biologie seines Denkens und Handelns sehr gut kennen muss, um ihn schnell erreichen, nachhaltig faszinieren und aktivieren zu können. "biology first" ist die Essenz aus aktuellem Wissen in den Bereichen Neurophysiologie, Neuroökonomie, Evolutionspsychologie und Psychologie sowie der langjährigen Anwendungserfahrung in sehr vielen Branchen, Unternehmens-, Marken- und Marktsituationen. Als "atmende" Struktur passt sich Kremer und Konsorten mit individuell zusammengestellten Teams den Inhalten und der Größe der jeweiligen Aufgaben an. Das Ergebnis ist höchste Einzelfallkompetenz bei minimalen Overheads.

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