Als der stationäre Einzelhandel still vor sich hin lief und alle noch relativ sicher Geld verdient haben, sind die Einzelhändler liederlich geworden. Jetzt, wo die Endlichkeit des stationären Einzelhandels mehr als deutlich sichtbar wird, viele das sichere Ende des klassischen Einzelhandels sehen, bekommt der Einzelhandel plötzlich wieder Hinwendung, Aufwendung und Bedeutung. Das ist wie mit dem Leben. Es wäre nichts wert, wenn es den Tod nicht gäbe.

Endlichkeit macht wertvoll
Kaufhäuser, die Granden des Einzelhandels, sind vom Eindruck der Endlichkeit ganz besonders betroffen. Das liegt sicher am veränderten Kaufverhalten der Gesellschaft. Es liegt aber auch an der Liederlichkeit der Kaufhäuser. Ja, da gibt es ein paar, die einen sehr professionellen Job machen. Bei vielen erschöpft sich das Verständnis von einem guten Job aber darin, Personal abzubauen. Mit der einzige Grund, in gute Kaufhäuser gehen zu wollen, ist aber das Personal. Er erschöpft sich auch in desaströsen Rabattaktionen, um nicht das Wort Orgien zu benutzen. Wer besonders günstig einkaufen möchte, weiß heute aber, dass man das am besten im Internet kann. Nicht im Kaufhaus. Und es erschöpft sich in der nahezu völligen Abwesenheit von Kreativität. Das Beginnt mit der Kommunikation, setzt sich in reinen Shopsystemausstellungen innen fort und endet in der völligen Gesichtslosigkeit des Warenangebotes und der vor und am Kunden handelnden Personen.

Dem Tode ins Auge starrend wird man natürlich mutlos. Mutlosigkeit ist dann aber dem letzten Ausatmen gleichzusetzen, bevor die große, die finale Ruhe sich ausbreitet.

Es gibt aber doch jede Menge Berater und Verbände, die für den Handel nur das Beste wollen. Das Beste ist meistens das sich nicht bewährende Bewährte mit neuem Namen und davon einfach immer mehr. Dabei muss doch jeder wissen, dass man mit den alten Mitteln und deren Intensivierung keine Veränderung herbeiführt. Eventuell die, dass die Probleme und die Liederlichkeit dann noch sichtbarer werden.

Kaufhäuser können nicht mehr von Kaufhausspezialisten und Einzelhandelsspezialisten lernen, denn die haben den Beweis erbracht, dass sie nichts mehr bewegen können. Maximal können die den Sterbeprozess noch etwas verlangsamen. Wer heute ein Kaufhaus führen muss, sollte von der Gastronomie lernen, von Freizeitparks, von Wochenmärkten, von Tante Emma-Läden, von Ferienanlagen, von Amazon, von Hermès, von Louis Vuitton, von Künstlern, von Handwerkern, von Manufakturen und vom Bauernladen. Um nur wenige Quellen zu nennen, aus denen noch Erfolg sprudeln könnte. Und in vielen Situationen dürfen sie von nichts und niemandem lernen und sollten einfach neue Standards setzen. An entscheidenden Stellen mit allen Erwartungen brechen. Konsequent und radikal völlig neue Geschichten erzählen. Diskontinuität – damit wird man „Talk of the Town“, was gerne in den Briefings als Ziel formuliert wird. Nicht mit der nächsten Rabattaktion und der unfassbar überraschenden Information, dass man jetzt auch Esprit führt. Zwölf inkompetente Teile auf sechs inkompetenten Quadratmetern und eine Straße weiter ist der große Esprit Monolabel Store. Esprit lässt sich durch zig andere Label ersetzen, von denen man Image absaugen möchte, am Ende aber als inkompetentester Anbieter dieser Marken endet.

Und weil die Kaufhäuser so extrem voll sind, gibt es dann noch verlängerte Öffnungszeiten, Late night-Shopping genannt, damit man endlich mal in Ruhe einkaufen kann (Ironie aus!). In Ruhe eingekauft wird heute zuhause auf dem Sofa, auf der Fahrt zur Arbeit im Zug oder Im Freibad. Oder die ganz guten Kunden dürfen schon ein paar Stunden eher der Rabattschlacht beiwohnen, damit auch die letzten potenziellen Vollzahler keine regulären Preise mehr zahlen. Faszinierend ist auch ein Glas Sekt als Lockmittel, um sich eine Modenschau in der überwältigenden Atmosphäre eines Kaufhauses anzuschauen. Die Gänsehaut, die Sie jetzt vor Begeisterung beim Lesen haben, haben die Kunden auch. Keine! Unfassbar wirkungsvoll sind natürlich die digitalen Erlebnisse, die Kaufhäuser auch nicht bieten. Aber das ist nochmal ein ganz neuer Beitrag (siehe Info am Textende).

Und jetzt?
Etwas Mut. Etwas mehr Haltung. Etwas mehr Freiheit. Etwas mehr Leidenschaft für wirkliche Veränderung. Wenn überhaupt, dann nur etwas mehr Geld für die richtigen, die anderen Ideen in die Hand nehmen. Ganz viel mehr Story zulassen und dann begeistert feststellen, das es geht. Das Kaufhaus – oder wie immer es dann heißen mag.

Und wie?
Mit dem tiefen Wissen, um das, was in den Köpfen der Menschen passiert. Denn was wir als Herz, Bauchgefühl, Gefühl und Stimmung kennen, ist nichts als ein Ablauf im Gehirn. Und da setzen wir alles verfügbare Wissen ein, um diese Abläufe perfekt zu nutzen, indem wir sie sicher bedienen und ebenso sicher mit ihnen brechen. Da geht es nicht um Alter, Nettohaushaltseinkommen und Beziehungsstatus. Wir arbeiten nur mit der individuellen neurophysiologischen Disposition – packen die Gehirne da, wo sie am sichersten reagieren, in ihren ältesten Bestandteilen, dem linkischen System.  Das subsumiert man unter dem Begriff Neuromarketing. Wir nennen das „Biology first“. Es werden ganz große Geschichten erzählt, die bewegen, die verkaufen. Wir machen die Geschichten zu erlebbaren, bewegenden Narrativen für Kunden, die dankbar sind, wenn sich der Einzelhandel endlich mal richtig bewegt. Auf sie zu. Oder in eine neue Richtung, in die man liebend gerne folgen möchte. Der erste, der sich jetzt bewegt, der überlebt.

Jörg Kremer und Konsorten lieben die, die Unmögliches begehren. Wann immer etwas schwer oder unmöglich erscheint, beweisen wir, dass es dennoch geht. Ehrensache! Sie erreichen Jörg Kremer jetzt am schnellsten unter 0157 85445158.

*In Kürze werden wir hier zur digitalen Zukunft des Einzelhandels einen Beitrag von Konsorte Jörg Hensen veröffentlichen. Sie verpassen seine präzisen Beobachtungen und fein gesetzten Provokationen nicht, wenn Sie sich hier für unseren Newsletter anmelden. Der Newsletter kommt wenn er kommt und nie zu oft.

 

 

 

 

Kremer und Konsorten ist ein einzigartiger Marketing- und Kommunikationsdienstleister mit Kunden in Deutschland und der Schweiz. Die Einzigartigkeit besteht in über 16 Jahren Erfahrung mit den Themen Neuromarketing und Neurokommunikation und dem darauf basierenden, eigenen Marketing- und Kommunikationskonzept – "biology first". "biology first" setzt auf die Annahme auf, dass man den Menschen in der Biologie seines Denkens und Handelns sehr gut kennen muss, um ihn schnell erreichen, nachhaltig faszinieren und aktivieren zu können. "biology first" ist die Essenz aus aktuellem Wissen in den Bereichen Neurophysiologie, Neuroökonomie, Evolutionspsychologie und Psychologie sowie der langjährigen Anwendungserfahrung in sehr vielen Branchen, Unternehmens-, Marken- und Marktsituationen. Als "atmende" Struktur passt sich Kremer und Konsorten mit individuell zusammengestellten Teams den Inhalten und der Größe der jeweiligen Aufgaben an. Das Ergebnis ist höchste Einzelfallkompetenz bei minimalen Overheads.

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