Wiederkehrende Arbeit, sich ständig wiederholende Arbeit, gering variierende Arbeit, diese Arbeitsformen werden dem Menschen schon heute abgenommen. Dabei ist diese Entwicklung erst am Anfang. In der Zukunft wird durch Digitalisierung und Automatisierung in Kombination mit künstlicher Intelligenz ein noch viel größerer Teil der Arbeit nicht mehr von Menschen gemacht werden müssen  – können. Denn bei diesen Arbeitsformen ist die Technik besser und effizienter.

Der Teil der Arbeit, der dem Menschen bleiben wird, wird immer mehr besonders das Menschliche des Menschen brauchen. Was heute noch Softskills sind, werden schon in wenigen Jahren die Hardskills sein, nach denen Unternehmen suchen und einstellen werden. Inspiration, Intuition, Intimität, Achtsamkeit und Empathie werden vermutlich unersetzbar bleiben. Genau das sind auch die Fähigkeiten, die uns Menschen auf dieser Welt haben so erfolgreich werden lassen. Das Menschen auf der einen Seite Wiederkehrendes haben abarbeiten können, dies aber auch immer haben durchbrechen und ändern können.

Wenn in der Zukunft sehr vieles perfekt von der Technik abgearbeitet werden kann, wird das keine Differenzierung mehr für Unternehmen sein. Eine um weitere 0,1% gesteigerte Effizienz oder um 0,1% gesteigerte Qualität ist irgendwann nicht mehr Abgrenzung genug. Alles hat dann eine garantiert höchste Qualität und lebenslange Garantie. Überspitzt formuliert.

In dem Moment wird es wichtig, dass Unternehmen menschlich werden. Das gilt für nahezu alle Branchen. Vom Anwalt, der nur noch wirklich spezielle Fälle selbst lösen muss, wo alle Standards schon automatisch vertreten und verhandelt werden, über den Hersteller, der menschlich reagieren muss, wo das den Maschinen nicht mehr möglich ist, bis zum Handel, der gegen Webshops nur eine Chance hat, wenn er sie nicht versucht zu kopieren, sondern ganz bewusst menschelt.

Wer also heute seine Marke neu positionieren will oder muss, darf eines nicht machen, sich darüber abzusetzen versuchen, das Menschliche möglichst auszuschließen. Heute muss man das Menschliche möglichst sinnvoll und sinnlich hochstilisieren.

Inspiration, Intuition, Intimität, Achtsamkeit und Empathie

Wer es in Zukunft schafft, im Callcenter so gut zu sein, wie eine Software in der Kundenberatung via Chat zum Beispiel, wird nicht mehr gebraucht. Da ist die Software immer besser. Auch weil man sie nicht inspirieren und motivieren muss, auch bei Standards immer zu 100% da zu sein. Das ist sie automatisch. Aber wo deren Möglichkeiten enden, beginnt die Arbeit des Menschen. Und seine Qualifikation ist dann in erster Linie seine Menschlichkeit. Dafür wird in Zukunft viel Geld bezahlt werden.

Ein richtig guter Verkäufer im Einzelhandel lacht und weint mit den Kunden, singt mit ihnen, ist ruhig, intim und emphatisch, fühlt und reagiert ausserhalb aller Standards. Denn die erledigt die Technik. Ansonsten braucht man keinen stationären Einzelhandel mehr. Eine andere Farbe oder Größe durch Menschen gebracht zu bekommen, ist Roboterarbeit und wird nicht mehr honoriert. Zudem ist das im digitalen Handel perfektionierter Standard.

Was heute noch als modern gilt, wenn Unternehmen nur noch kleine Unternehmenszentralen oder Niederlassungen haben und die Mitarbeiter dezentral arbeiten können, wird in ein paar Jahren absolut notwendig sein. Da werden alle Standards unsichtbar im Hintergrund laufen, vollautomatisch ohne jede Möglichkeit der Abgrenzung als Marke. Die Menschen, die dann noch notwendig sind, müssen vor allem extrem menschlich sein und tief im Markt direkt am Menschen agieren. Da wird das Homeoffice so antiquiert wirken, wie heute diese Standardbüros für Standardarbeiten. Der Mensch wird ganz nah am Menschen arbeiten. Und auch das wird nicht wie Arbeit aussehen, sondern eher wie ein Treffen unter Freunden, im Verein oder fast schon familiäre Züge bekommen.

Störer und Zerstörer gesucht!

Marken werden ganz neue Mitarbeiter brauchen. Dies ist in wenigen Branchen und dort bei wenigen Unternehmen schon Realität. So wird heute selbst in der IT schon danach eingestellt wer die Standards am besten durchbrechen kann, anstatt sie zu bedienen. Warum? Weil das Menschlich ist und Menschen berührt.

Alles kehrt irgendwann zurück. Als Trend oder Gegentrend.

Avon, Tupperware, Dildopartys, Kochcomputerabende etc. – das sind Relikte aus alter Zeit und gleichzeitig auch der Ausblick auf die Zukunft. Da kommt der Verkäufer zum Menschen und der Mensch nicht mehr zum Verkäufer. Das kann so inszeniert sein, dass man sich in den Flächen der alten Kaufhäuser nur noch trifft, um dort von Verkäufern besucht zu werden, wenn man möchte. Dann arbeiten die Kunden des Handels womöglich dort. Werden nur bedient, wenn sie es wollen. Dann aber richtig. Im Vollkontakt. Und im Parkhaus lädt das Elektroauto. Tankstellen werden Kaufhäuser und Arbeitsplätze. Arbeitsplätze werden Tankstellen, Reinigungen und Schuster.

Überall wird der Mensch den Unterschied machen. Nur der Mensch. Denn der Rest wird global technisiert und gleich sein.

Um erneut den Handel als Beispiel zu nehmen. Es waren die Kaufhäuser, die mal die Tempel des erreichbaren Luxus waren, Unerreichtes für alle erreichbar gemacht haben. Sie haben fasziniert. Dann wurden sie standardisiert und haben heute nicht mal die Qualität eines guten Webshops. Auch hier wird der Mensch den Unterschied machen müssen. Der Mensch, der den Menschen fühlt, erreicht und bindet. Und dann sind es nicht die T-Shirts für 5 Euro, sondern die Produkte von Marken, die erkannt haben, wie wichtig das Menschliche für ihre Marke ist, die sich dann dort verkaufen lassen.

Willkommen in der Zukunft, der man sich heute stellen muss. Nicht mit dem Hinweis, jetzt zu digitalisieren. Nein, mit dem Hinweis menschlich zu sein und noch menschlicher zu werden, wo die Digitalisierung Standard ist. Von Marken ist viel mehr Inspiration, Intuition, Intimität, Achtsamkeit und Empathie gefragt.

Jörg Kremer hat im Dezember den Claim geändert, unter dem er über Jahre gearbeitet hat. Der neue Claim ist die konsequente Folge des hier beschriebenen Wandels: Nur wer den Menschen liebt, wird ihn verstehen. Und eine neue Haltung ist die wichtigste Basis für neues Handeln.

Wann ändern Sie Ihre Haltung? Wann ändert sich Ihr Handeln? Und mit wem meinen Sie dies umsetzen zu können?

 

Kremer und Konsorten ist ein einzigartiger Marketing- und Kommunikationsdienstleister mit Kunden in Deutschland und der Schweiz. Die Einzigartigkeit besteht in über 16 Jahren Erfahrung mit den Themen Neuromarketing und Neurokommunikation und dem darauf basierenden, eigenen Marketing- und Kommunikationskonzept – "biology first". "biology first" setzt auf die Annahme auf, dass man den Menschen in der Biologie seines Denkens und Handelns sehr gut kennen muss, um ihn schnell erreichen, nachhaltig faszinieren und aktivieren zu können. "biology first" ist die Essenz aus aktuellem Wissen in den Bereichen Neurophysiologie, Neuroökonomie, Evolutionspsychologie und Psychologie sowie der langjährigen Anwendungserfahrung in sehr vielen Branchen, Unternehmens-, Marken- und Marktsituationen. Als "atmende" Struktur passt sich Kremer und Konsorten mit individuell zusammengestellten Teams den Inhalten und der Größe der jeweiligen Aufgaben an. Das Ergebnis ist höchste Einzelfallkompetenz bei minimalen Overheads.

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