Klaus Kauker (wer kennt Klaus Kauker?) erklärt warum das Siegerlied Satelite von Lena Meyer-Landrut musiktheoretisch schlecht ist. Inszeniert hat dieses Video mit anhängender Diskussion der Medienjournalist Stefan Niggemeier in seinem Blog. Klaus Kauker (wer war das noch mal?) macht seinen Job höchst anspruchsvoll und sicher fachlich ganz hervorragend. Wir haben uns das angehört und uns spontan gedacht, dass seine Kritik genau der Grund sein könnte, warum das Lied ein ein Erfolg wird.
Es überrascht genau an den Stellen, an denen man sonst jedes Lied beim ersten Hören schon mitsummen kann und Menschen einen fragen, ob man das Lied schon länger kenne. Beobachtet man Lena Meyer-Landrut, wenn sie performt, bewegt sie sich auch immer wieder völliig überraschend. Zeitpunkt und Bewegungsablauf entsprechen auch nicht der “klasssischen” Bühnenchoreografie. Sie braucht und lebt genau diese Abweichung von der Norm. Befragt man sie wonach auch immer, erlebt man auch hier wieder diese Überraschungsmomente. Pausen, wo keine notwendig wären, Spontaneität, wo andere lange denken, Emotionen, wo andere cool sind, Coolness, wo andere sich ereifern.
Und dann bricht sie mit diesen Asynchronitäten alle Rekorde. Drei Songs unter den ersten fünf der Chartlist. Überraschend? Für uns nicht. Komponist und Interpretin haben unseren Respekt. Stefan Raab nicht zu vergessen, der mit seiner Castingshow allen anderen Formaten, wenn man das Wort Format überhaupt verwenden möchte, gezeigt hat, wie man Qualität destilliert. Mit aller Distanz, die wir zum deutschen Schlagergeschäft haben, kann man hier nur konstatieren, dass der deutsche Schlager gewonnen hat. Egal was in Oslo passieren wird.
Wer war denn noch mal Klaus Kauker?
Hier zur Erinnerung das Video des Siegerlieds von Lena Meyer-Landhut. Das Video ist leider asynchron schlecht.
Welcome
Me couldnt agree more, myself, but not everyone is as clever as you seem to be. Or as Me seem to be! HA! :-p
Sorry Sven, habe erst jetzt den Kommentar richtig eingeordnet. Sven, wir sitzen ja im selben Boot. Der Musikspezialist ist derartig uncool, derartig schulmeisterlich und besserwisserisch, dass es schon schmerzt. Wer so sehr der reinen Lehre verschrieben ist und nicht sinnvoll und wirkungsvoll damit brechen kann, der kann so ein Meisterstück der kompositorischen Freiheit natürlich nur schlecht finden. Es waren immer die, die Neues und Überraschendes geschaffen haben, die den Markt begeistern konnten. Dir eine gute Zeit.
Warum so uncool? Sie haben eine, ich eine andere Meinung! Ihre Meinung beruht auf Ihrem, meine auf meinem Wissen! Recht haben wir beide! Wer am Ende unter- oder überlegen ist, zeichnet sich aber schon jetzt überdeutlich ab! Da der Komponist sicher häufiger für den Mart arbeitet, sollte er den ernster nehmen! Und die Marktgestalter auch.
10 Minuten pure Langeweile. Aber ich fürchte, dass es genau das Marketing ist, welches man vermeiden sollte. Anderen zu erklären warum die Meinung falsch ist und warum das unterlegende Produkt einfach besser ist.
Klaus Kauker – ein Namen, den man sich wohl nicht unbedingt merken muss
Pingback: Kremer und Konsorten » Lena macht Konsortenmarketing
Pingback: Tweets die Kremer und Konsorten » Lena asynchron Meyer überraschend Landrut erwähnt -- Topsy.com