Bestandsimmobilien wurde in rosigen Immobilienzeiten kaum Beachtung geschenkt. Sie wurden verwaltet. Der Verwaltung gab man nur immer ausgefallenere Namen, gerne Anglizismen. Nur neue und immer größere Immobilienprojekte regten die Phantasie aller Beteiligten an.
Die Zeiten haben sich geändert. Revitalisierung, auch Refurbishment genannt, wird ein immer wichtigeres Thema in der Immobilienwelt.
Liest man bei Architekten und Ingenieuren, was diese sich darunter vorstellen, dann klingt das eher nach einer klassischen Renovierung. Brick and Mortar, Stein und Mörtel, wird mit Brick and Mortar optimiert. Am Ende hat man bei einer solchen Revitalisierung wieder Brick and Mortar. Der Wert wird so nie wesentlich über den investierten Wert hinaus wachsen können.
Wer Revitalisierung als eine Wiederbelebung versteht, bei der Immobilien neben den Hardskills auch ganz neue Softskills eingehaucht bekommen, die die Menschen tief berühren, kann mit gezielten Investments und hoher Sicherheit eine deutlich erhöhte Wertschöpfung erreichen, die das lieb gewonnene Prinzip “ein Stein plus ein Stein sind zwei Stein” ad absurdum führt.
Aus alten Immobilien kann man vitale neue Immobilien-Marken machen, indem man sie an sehr ausgewählten Stellen zusätzlich (manchmal auch ausschließlich) einer nicht materiellen Optimierung unterzieht, um sie der Vergleichbarkeit im Markt völlig zu entziehen und somit lust- und wertvoll vermarktbar zu machen – wirtschaftlich und kreativ vom Markt nach oben abgekoppelt.
Mit den Mitteln des Neuromarketings, das sich aktuellster Erkenntnisse aus der Gehirn- und Verhaltensforschung bedient, ist bei der Immobilienvermarktung noch sehr viel Wertsteigerungspotenzial möglich, als dies zur Zeit auf breiter Basis realisiert wird.
Kremer und Konsorten nennen diese Form des Immobilienmarketings “Brick and Brain Marketing”. Es ist die kreative Verschmelzung klassischer Ansätze des Immobilienmarketings mit den aktuellsten Erkenntnissen aus Hirn- und Verhaltensforschung ausschließlich zum Ziele der drastischen Erhöhung der Vermarktbarkeit und Wertschöpfung.
Das das bei neuen Immobilienprojekten natürlich auch höchst erfolgreich anwendbar ist, versteht sich von selbst. Darüber hier bald mehr…
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