Dinosauriersterben: cebit, cpd

Liest man von den angeblich unglaublichen Erfolge der aktuellen cebit, erinnert einen das an die extrem gute gemeinte Berichterstattung zur letzten cpd. Alle merken, dass diese Messen keine wirkliche Bedeutung und Berechtigung mehr haben, aber man möchte das nicht so offen eingestehen.

Die digitale Welt tickt aber nicht mehr nach Messeterminen und auch die Modewelt ist schneller als jede Messe sein kann. Für die cpd in Düsseldorf sucht man schon das Leichenhemd und die passende Sargausstattung aus – denn auch das Aus soll modisch chick sein. Die cebit sträubt sich noch, doch folgt man den Echtzeiteindrücken auf twitter, gibt es wenig glorioses zu entdecken. Man darf gespannt sein, welche digitale Beerdigungszeremonie sich diese Messe gönnt.

Webciety ist der anspruchsvolle Versuch, der Zeit und veränderten Gewohnheiten gerecht zu werden. Eventuell sind es viele solcher Idee, die irgendwann das cebit-Monster ablösen. Sterben diese beiden Messen, stirbt eine titanische Messegeneration, die man über Jahrzehnte für unsinkbar hielt.

Außer man gönnt dem Messe-Siechtum wirklich neue Energie und gänzlich neue Impulse und nicht die abgegriffenen Anschubversuche einer etwas asthmatisch wirkenden Beraterriege, die schon bei zig anderen Messen Sargträger waren.

Schönes Wochenende.

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