Trend: Gegentrend
Jörg Kremer am 7. Februar 2010
Medien sind in der Regel extrem neugierig und messen sich zu Tode, um zu erfahren, wer sie nutzt. Nicht aus eigenem Antrieb. Die Werbewirtschaft will bedient werden. Die Holzmedien standen, um den digitalen Medien Datenparoli bieten zu können, unter ganz besonderem Datendruck.
Es war naheliegend, dass ein Holzmedium auf die Idee kommen könnte, mit einer offen vorgetragenen Gegenhaltung punkten zu wollen. faces hat dies nun getan. Inmitten von Datendebatten und Datennutzungkriegen sagt faces, sie seien das erste Magazin, dem es egal sei, wer seine Leser sind und was diese machen. Solange sie Klasse haben.
Dass das Model politisch unkorrekt raucht, macht das Cover zur perfekten Inszenierung urbaner Revolution. Man kann nur hoffen, dass faces diese Haltung konsequent durchzieht. Dann wäre faces ein gutes Beispiel für den Gegentrend zum Digitalisierungstrend, den wir in Teil zwei der Trilogie “Kommunikationsphantasie in drei Sätzen” formuliert haben.
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