In Amerika wähnt sich die Industrie ja schon wieder jenseits der Krise. Also gibt es dort auch schon erste Analysen zum Verhalten der Konsumenten im gesamten Krisenzyklus.
Das Ergebnis: Die stärksten Marken werden von den Kunden erst durch schwache substituiert, wenn es wirtschaftlich gar nicht mehr anders geht. Und die starken Marken landen schon sehr früh wieder in den Einkaufskörben, wenn sich die wirtschaftliche Situation zu bessern beginnt. Starke Marken haben die kürzeste Krise.
Diese Studie wurde im Auftrag des Handels erstellt! Die Folgen sind eindeutig. Man wird sich im Handel wieder auf die Marken versuchen zu konzentrieren, mit denen man jede Krise mit dem höchsten Umsatz überstehen kann. Mit den starken Marken. Dies gilt sowohl für die klassischen, als auch für die neuen Handelsformen.
Unsere Vermutung ist die, dass man dieses Verhalten mit großer Relevanz auf europäische Kunden übertragen kann. Erste Zahlen aus der Markenwelt lassen diesen Schluss zu.
In Krisenphasen haben Marken eine große Renaissance. Wenn man an nichts mehr glauben kann, dann an die Marken. Das Vertrauen und die Sicherheit, die sie ausstrahlen, sind für den Menschen einfach zu starke Signale.
In konjunkturellen Hochphasen, wenn die Kunden satt und zufrieden sind, beginnen sie mit Markenhopping, mal dies probieren, mal das. Sofort beginnt die Diskussion, ob die Institution Marke untergeht. Marke hat auch dann ihren Wert, man muss diesen nur anders inszenieren und “verteidigen”.
Auf beide Verhaltensweisen können Sie sich für die nächsten Wirtschaftswellen noch verlassen, denn die Evolution braucht noch ein paar Jahre, um den Menschen so grundlegend zu verändern, dass sich diese Verhältnisse drastisch ändern.
Und wenn der Mensch sich ändert, dann doch zuerst in Amerika. Das ist dann wie bei Trendsportarten, die immer erst ein bis zwei Jahre später zu uns kommen. Über diesen Absatz denken wir aber noch mal in Ruhe nach.
Uns interessiert, wie Sie darüber denken!