In einer Welt in der Mäuse eher kriegerische Anglizismen oder völlig kryptische Zahlengebilde als Namen tragen, zaubert Apple mit der Magic Mouse ein neues Beispiel bester Markenführung aus dem Ärmel, der sicher schwarz ist und oben in einem Rollkraken endet. Dem von Steve Jobs.
Volltreffer. Die Bedienung ist magisch, weil man die Maus, wie schon die Trackpads der MacBook und MacBook Pro nur noch zärtlich streichelt. Und nicht da, wo die Maus es möchte, sondern überall, wo der Nutzer dies angenehm findet. Apple schafft es immer wieder, der Beschäftigung mit deren Technik etwas Mirakulöses zu geben. Wie kann man es sich sonst erklären, dass Besitzer von MacBooks trotz perfekter Trackpads, jetzt noch eine Magic Mouse für fast 70 Euro kaufen (für jeden Konsorten).
Ach ja, eine Erklärung gibt es noch. Hat man bisher versucht, Mäuse vom Tisch zu verbannen, weil sie verkabelt oder nur grenzwertig attraktiv waren, ist diese Maus auch noch magisch schön. Geliefert wird die Magie in einer kleinen Vitrine, die diese Magie auch noch wie ein juweles Kleinod präsentiert.
Es gibt Kunden, die verdrehen die Augen, wenn man mit Marketingbeispielen von Apple argumentiert. Wir Konsorten können nur jedem raten, sich alles ganz genau anzuschauen, was Apple in den letzten Jahren gemacht hat. Es gibt viel zu lernen.
Die Maus kam am Freitag, hat uns das Wochenende verzückt und wird ab Montag – heute – unsere Arbeit ästhetisieren und ihr taktile Höhepunkte verleihen. Sie werden heute wahrscheinlich einfach nur arbeiten. Oder?

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