Marketing wird dominiert von Zahlen. Jede Entscheidung in dieser Disziplin wird heute mit Zahlen gefällt. Beim Preis kann man das noch am ehesten verstehen, beim Vertrieb kommt auch ein gewisses Verständnis auf, bei Produkten und in der Kommunikation lässt das Verständnis für Zahlenhörigkeit aber ganz rapide nach.
Was hat Zahlen-Marketing für Auswirkungen? Man glaubt nur an das, was schon existiert, nur an das, was zählbar ist, was möglichst viele andere Menschen oder man sich selbst, durch Zahlen belegt, vorstellen können.
Jährlich werden tausende Produkte mit Zahlen-Marketing geboren und wieder zu Grabe getragen. Allenthalben hört man Verwunderung darüber. Dabei dürfte es niemanden wundern. Wenn man nur Produkte und Marken entwickelt, die sich möglichst viele vorstellen können, wird es genau dafür auch schon Produkte und Marken geben. Denn gänzlich neue Ideen kann niemand wirklich bewerten. Das absolut Neue stößt, weil es unsicher macht, zuerst immer auf eine irgendwie geartete Ablehnungshaltung.
So kommen oft Produkte auf den Markt, die ein paar Hundertstel mehr bei dieser oder jener Eigenschaft besser waren als etablierte Produkte. Oder Sie werden produziert, weil niemand sie wirklich abgelehnt hat. Und wenn man schon mal die Spur einer Vision zu fühlen glaubt, war diese hochgerechnet.
Und dann das. Plötzlich taucht ein Produkt auf und krempelt den Markt um. Alle sind entgeistert. Die Frage, warum man das nicht selbst in den Markt gebracht hat, maltretiert die Köpfe der Wettbewerber. Wenn man dann ganz genau hinschaut, handelt es sich bei diesen Produkten und Marken fast immer um solche, die nicht dem Zahlen-Marketing entsprungen sind, sondern der Empathie. Der Fähigkeit, die nicht zählbaren Wünsche zu fühlen.
Als Argument gegen eine fühlende Vorgehensweise im Marketing wird immer das hohe Risiko in die Waagschale geworfen, das diese berge. Nimmt man die Liste der abertausenden Fehlversuche neuer Produkte und Marken in die Hand, verliert dieses Argument aber jegliche Kraft.
Sie können sich sicher vorstellen, was wir Ihnen raten, die wir Kremer und Konsorten heißen. Lassen Sie sich mal wieder auf Empathie-Marketing ein. Ihre Denk- und Management-Qualität wird steigen, weil Sie wieder viel mehr zulassen können, als Zahlen je dazu die nötige Freiheit gäben. Und die Liste mit den Flops wird kürzer werden.
Wenn es doch mal einen Flop geben sollte, dann wird es ein lustvoller sein. Der kostet nicht mehr als ein zahlengetriebener Flop. Das Frustpotenzial ist aber erheblich niedriger, weil ein Flop, der nach den Zahlen keiner hätte werden dürfen, sticht tief. Ein Flop, der einem mutigen Versuch entsprang und von Empathie getragen wurde, kratzt nur an der Oberfläche.
Wenn Ihnen für ein gesundes Empathie-Marketing die Strukturen fehlen sollten, sprechen Sie uns an.