Die Gottlosen und die Marke

Wer baut heute die großen Kirchen und Tempel? Marken! An was soll man glauben, wenn man nicht mehr an Gott glaubt? An sich selbst. Und an Marken! Wie kann man in der Masse schnell sichtbare Signale setzen, um definiert und erkannt – um nicht übersehen zu werden. Mit Marken! In einer Welt, in der fast jeder fast alles erreichen kann, liefert wer die schönsten Bilder für sehnsuchtsvolle Wünsche? Marken! Wenn niemand mehr weiß wie es weitergeht, findet man wo Halt? Bei Marken.

Man könnte das alles ganz furchtbar finden. Man könnte aber auch sagen, so ist die Zeit und lasst uns sorgsam damit umgehen. Wir rennen heute auch in den Kölner Dom und finden den toll. In seiner Zeit war er eine dramatische Überinszenierung der Marke Gott inmitten von Lehmhütten, zwischen denen das Fäkal der Menschen zusammenfloss.

Damals waren die Menschen dumm und wurden so gehalten. Wir sind heute aufgeklärt und wissend. Aber wir sind zunehmend gottlos. Wir werden nicht mehr von einer Marke geführt, sondern von vielen. Das macht uns insgesamt schwerer beeinflussbar. Gottlose Zeiten sind Markenzeiten. Gute Zeiten. Gott und seine irdischen Helfer müssen jetzt nur noch die Markenführung entdecken, um wieder mitspielen zu können.

Und die Marken müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und mit dieser sensibel umgehen.

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