W&V im Februar 2009. In einer schwindsüchtigen Krisen-Ausgabe der Bildzeitung der Branche wird an fünf Beispielen höchst innovatives Denken aus Großagenturen präsentiert – der liebe Gott scheißt auch in den Medien dieser Branche gerne auf den größten Haufen.
Viele Aufgaben ließen sich nicht mehr mit den Mitteln der Werbung lösen, weiß ein Hubertus von Lobenstein zu berichten. Man hat jetzt eine Strategieberatung, die “The Disruption Consultancy” heißt. Jeder Kunde der letzten Jahre ohne die Disruptoren, der einfach nur diese dumme Werbung von TBWA bekommen hat, muss sich doch völlig über den Tisch gezogen fühlen. Amir Kassei meint vollmundig, die Werber seinen nicht mehr in der Lage, die Probleme ihrer Kunden zu lösen. Bis zu welchem Zeitpunkt waren sie denn dazu in der Lage? Ab wann nicht mehr? Man hat einen Blog entstehen lassen, um mehr kommunizieren zu können. (Man spricht weiß auf schwarz, damit die Kommunikation auch so richtig leicht ist!) Bekommen die Kunden aus der Zeit der Grauzone dieser Selbsterkenntnis jetzt ihre Budgets zurück? Auf die Spitze der Selbsterkenntnis treibt es Euro RSCG. Auch die sehen Handlungsbedarf und erfüllen diesen, indem sie TV-Spots schalten. Also einfach mal diese dumme Werbung machen. Ach ich vergaß, eine Umfrage haben die auch gemacht. Preis ist in Zukunft nicht so wichtig, Visionen muss man verkaufen. Dann brummt es auch in der Krise. Was man an dieser visionären Vorgehensweise perfekt ableiten kann. Ehrfurcht vor den Großen wird in mir mal wieder eher zu Furcht…
Zuerst wollte ich schreien, der Frechheit wegen, dann wollte ich weinen, wegen all dieser Budgets, die man für so viele Kunden mit dummer Werbung verbraten hat. Dann habe ich mich hingesetzt und sehr zufrieden gegrinst. Wir waren schon vor 4 Jahren so weit, dass wir Kremer und Konsorten den Claim “beraten, bewerben, begeistern” gegeben haben und diesen seit dieser Zeit konsequent mit Leistung füllen. Und wo werde ich den Druck der Entrüstung los? In unserem Blog.
Hallo Falcon Hechtenberg,
über ein “Chapeau” freut Mann sich natürlich immer. Herzlichen Dank.
Jörg Kremer
Chapeau ;-)