Monatsarchiv für Februar 2009

alphaomega

Jörg Kremer am 28. Februar 2009

alphaomega

omega_b

Es ist Anfang und Ende, der erste und der letzte Buchstabe im Alphabet. Das a ist der Laut des Einatmens, das o der Laut des Ausatmens, es ist das ganze Leben, hierin ist alles vereint. Alpha hat den Wert 1, omega den Wert 800, es ist das Beste, es ist absolut. Es ist Jesus und Gott… Es ist was es ist: alphaomega

Aber was wird es werden? Wir werden berichten…

Post to Twitter Tweet This Post

Abgelegt unter Konsorten Skizze | Keine Kommentare

DIN A4 Gedanke: Mäander

Jörg Kremer am 27. Februar 2009

berlin_maeandert

Am Quell beginnt die Mäander entschlossen. Doch sie wäre nicht Mäander, würde sie nicht schnell den Bogen sich suchen, ihrem Namen gerecht werden zu können.

Natürlich soll es vorwärts gehen. Natürlich geht es um das Ankommen. Eher philosophisch als ökonomisch. Es mäandert eben. Wo immer sich Material passiv verhält, dem Strömen nachgibt, wird es verdrängt, bis sich elegante Wölbungen, Kurven bilden, wie sie Bezier nicht schöner hätte mit der Mathematik beschreiben können.

Das kann in ausgedehnten Schlaufen bis zur Gegenströmung führen. Dann geht es zwar immer noch in die richtige Richtung, aber über den Umweg der Gegenrichtung. Philosohisch halt, nicht ökonomisch. Es gibt aber auch das aktive Material, das durchflossen werden will. Es beult aggressiv den Lauf der Dinge, bis auch dieser sich in Schlaufen legt. Manch Schlaufe hat schon ruhende Strömung erzeugt. Das sind dann die Stillstände, die vorgeben auch eine Richtung zu sein. Philosophisch mäandert, nicht wirtschaftlich. Die entschleunigte, mäandernde Geschwindigkeit könnte zu mehr Nähe zum ufernden Rand führen, wenn man nicht mit dem Mäandern so inzestiös beschäftigt wäre. Philosophisch eben, nicht ökonomisch. Die Mäander zeigt sich dem Betrachter nur mit der idyllischen Momentaufnahme, ohne die Brutalitäten des Drängens und Gedrängtwerdens preiszugeben.

Mäander sind die Muränen an den Klippen der deutschen Landschaftsromantik. Ruhig liegen Sie mit den langen, schlanken Körpern im Bett, der Wirkungskopf scheinbar unbeteiligt, bis man nah genug sich gedacht oder ergangen hat. Dann wird die Bewegung drückend oder ziehend zur beissenden Gefahr. Wo die Mäander einmal zuschlug bleibt Ödniss, wie in den muränesken Wunden. Nicht so nah hinschauen, rauszoomen, und schon ist alles wieder mäandernd romantisch.

Philosophisch eben!

(DIN A4 Gedanken sind Wortübungen rund um ein Wort, eine Beobachtung, einen flüchtigen Gedanken, eine erlebte Zumutung oder ein überragendes Ereigniss. Manchmal auch nur Ventil für ein zu reges Gehirn. Nie real. Und wenn doch, dann dramatisch überhöht. Bei 12 Punkt Schriftgröße und einem 1.5-fachen Zeilenabstand maximal eine DIN A4 Seite lang. Sinnlos. Und das ist der Sinn.)

Post to Twitter Tweet This Post

Abgelegt unter Konsorten denken DIN A4 Gedanken | Keine Kommentare

Limbisch ist so einfach! Taugt das denn was?

Jörg Kremer am 25. Februar 2009

limbic_amygdala

Im ständigen Bestreben, Werbebotschaften möglichst sicher ankommen und wirken zu lassen, hat die Kommunikationsbranche in den letzten Jahren Kompliziertheiten entwickelt, die den Absender der Kompliziertheit klug und den Anwender auf Unternehmensseite zu oft hat dumm aussehen lassen.

Wer kann diese Komplexität im Tagesgeschäft auf die Straße bringen? Die wenigsten ist maßlos übertrieben. Das führt dazu, dass die Kompliziertheiten nur sehr verwässert Einsatz finden und das Ergebnis mäßig ausfällt. Dann suchen die Kommunikationsbranche, die sich neu profilierende Agentur und der mittlerweile neu eingestellte Marketingmanager, der sich mit neuem Besen vorkehrend einstellen lies, nach noch komplizierteren Kompliziertheiten – man findet sich und… da capo al fine.

Halt. Stop. Wenn man sich heute mit unkomplizierten Kommunikationsansätzen und einer unkomplizierten Umsetzung in den Markt stürzt, dies dann auch noch leicht und vollumfänglich vom Vorstandstisch bis zu Otto, dem Normalverbraucher, umsetzt, hat man einen Wettbewerbsvorteil allererster Güte.

Nehmen wir das Limbische Marketing. Es setzt auf die Kraft eines der urzeitigsten Systeme des Menschen, das Limbische System und dort auf die Arbeit der Amygdala. Dieses System ist nahezu nicht manipulierbar, unterliegt keinem Trend oder Modediktat und reagiert archaisch, schlicht und extrem nachhaltig. Denn hier wird entschieden, wo Reize einsortiert und abgelegt werden.

Es gibt drei Instruktionen, die die Weiterleitung beeinflussen – Balance-, Dominanz- und Stimulanzinstruktion – und 7 Kundentypologien, in denen bestimmte Weiterleitungsstrukturen definiert sind. Die heißen dann nicht “smart neo nature shopper” oder ähnlich kompliziert. Sie heißen Abenteurer, Hedonisten, Genießer, Disziplinierte. Alles direkt verständlich, füllbar und anwendbar.

Natürlich ist das hier nur die vereinfachte Kurzversion. Aber die ganz ausführliche Version ist nur unmerklich länger. Ebenso die Übertragung auf Ihre Marke, Ihre Kunden und auf Ihre Strukturen.

Ob das was taugt, wenn das so einfach ist? Weil es so einfach ist, ist die richtige Antwort.

Der Kremer und seine Konsorten bekennen sich zur Schlichtheit. Sie auch?

Post to Twitter Tweet This Post

Abgelegt unter Konsorten Wissen | Keine Kommentare

DIN A4 Gedanke: Talent

Jörg Kremer am 23. Februar 2009

Talent wiegt schwer. Griechisch betrachtet wiegt ein Talent sechzig Minen, was europäische sechsunddreißig Kilo sind.

Persönlich gesehen erleichtert es als Gewissheit viel und hilft, sich am Schopfe, am eigenen, in dilettantische bis professionelle Höhen hieven zu können. Es nimmt dann eher Gewicht, als dass es Gewicht gibt. Wenn man es hat, das Talent und mal um mal verspielt, dann erdrückt das griechische Gewicht in der hundertsten Potenz. Wenn Talent beschieden, aber für das eingeschlagene Leben unwichtig, kann man das „anvertraute Gut“, wie Matthäus das Talent gerne neutestamentarisch liebkost, verprassen. Man kann es lustvoll, griechisch, gewichtig verschleudern. Die Talentlosen werden weinen. Der Talentierte, die im Blut der Anstrengung Ersaufenden belächelnd, da sie sich ja nicht, erleichtert durch Talent, magisch an der Oberfläche halten können.

Das Gewicht des Talentes ist auch sein Wert. Den Griechen war es 6000 Drachmen wert. Wenn man das Talent nicht nutzt, das per Gen gegeben, ist es nicht eine Drachme wert. In Gewissheit genutzt und persönlich aufgewertet, kann es unbezahlbar werden. Doch die Währung Talent hängt nicht nur von der Nutzung, sondern auch vom Inhalt ab. Ein Talent ist schön, das richtige Talent ist schöner. Selbst schönere Talente sind aber nicht so energetisch, wie das Genie, sie sind nur eine Chance. Talente drängen nicht, sind nicht schöpferisch, sind keine Urgewalt. Sie ziehen nicht, sondern müssen geschoben werden. Was den Griechen das höchste Maß im Gewicht der Dinge war, was Matthäus biblisch formulieren lies, ist demnach nichts, wenn der mit Talent Behaftete es nicht leidenschaftlich mit eine Aura der Kraft umgibt, es zu schieben, zu beschleunigen, ins Ziel zu katapultieren.

Nur Leidenschaft kann Talent zur Genialität treiben! Talent ist eben nicht mehr als eine Chance. Aber auch nicht weniger. Denn eins ist sicher, man kann Talent nicht lernen, nicht erwerben, nicht erzwingen. Entweder man hat es, oder hat es nicht.

Wenn demnächst ein Lebenshilfe-Buchtitel suggerieren sollte, dass Talent erlernbar sei, lassen Sie es liegen. Der Autor lügt.

(DIN A4 Gedanken sind Wortübungen rund um ein Wort, eine Beobachtung, einen flüchtigen Gedanken, eine erlebte Zumutung oder ein überragendes Ereigniss. Manchmal auch nur Ventil für ein zu reges Gehirn. Nie real. Und wenn doch, dann dramatisch überhöht. Bei 12 Punkt Schriftgröße und einem 1.5-fachen Zeilenabstand maximal eine DIN A4 Seite lang. Sinnlos. Und das ist der Sinn.)

Post to Twitter Tweet This Post

Abgelegt unter Konsorten denken DIN A4 Gedanken | Keine Kommentare

Sophienterrassen: Karl Lagerfeld hat es wirklich gesagt

Jörg Kremer am 17. Februar 2009

Die Sophienterrassen am Harvestehuder Weg haben den Aggregatzustand geändert. Kein geringerer als Karl Lagerfeld hat die luftige Vision einer einzigartigen Immobilie in einer europäischen Toplage mit seiner Anwesenheit ehrfürchtig stimmende Realität werden lassen. Die Sophienterrassen und Lagerfeld gaben sich bei der Präsentation der Sophienterrassen gegenseitig den Vortritt, wenn es um perfekt inszenierte Plätze in der Öffentlichkeit ging. Doch wenn es darauf ankam, hatte Lagerfeld das bessere Timing. Er war es, der sicher das Thema Sophienterrassen in die Medien transportierte. Als selbsterklärter Buchliebhaber ist er auch Teil des Buches, das das Gefühl “Sophienterrassen” auf eindrückliche Weise vermittelt. Kremer und Konsorten haben dieses Buch für Cadman realisiert, die als Spezialisten für Real Estate Marketing der Frankonia Eurobau aus Nettetal zur Seite stehen, wenn es Großes zu vermarkten gilt. Die Tagesschau, eines von vielen Formaten, die am Abend noch berichteten, macht den Beitrag mit Worten auf, die dem Buch Sophienterrassen enstammen: Ein Lebensraum ist wie ein nackter Körper, er muss gut gekleidet werden. Wir sind etwas stolz darauf. Der Kremer und seine Konsorten.

Post to Twitter Tweet This Post

Abgelegt unter Konsorten Tat | Keine Kommentare

Nächste Einträge »